Abschlussübung der Südwehren 2013

 

Am Freitagabend, den 13.9.2013 waren wir Ausrichter der diesjährigen Jahresabschlussübung der Südwehren. Teilnehmer sind traditionell die Feuerwehren aus Ebersheim, Hechtsheim, Weisenau und Laubenheim. Zusammen mit der SEG der Malteser haben wir in diesem Jahr gemeinsam das Szenario eines Brandes/Verpuffung auf einem Frachtschiff abgearbeitet.

 

Das Frachtschiff lag am Gelände der HeidelbergCement AG an, sodass entsprechend der Ausrückeordnung zunächst die Freiwilligen Feuerwehren aus Laubenheim und Weisenau alarmiert wurden. Durch die angenommene Verpuffung musste von vier Schwerverletzten ausgegangen werden und zusätzlich wurde eine Person über Bord vermutet. Die ersteintreffenden Kräfte begannen mit dem Retten der Verunglückten und der Brandbekämpfung unter Atemschutz. Eine leblose Person wurde im Maschinenraum gefunden und umgehend an Land gebracht.

Zeitgleich wurde eine im Rhein treibende, nicht schwerer verletzte Person von der FF Weisenau gerettet.

 

Während weitere Kräfte der FF Hechtsheim und Ebersheim zur Unterstützung anrückten, konnten auch die Kräfte der Malteser an Bord des Schiffes klettern und zu den Verletzten im Laderaum gelangen. Sie fanden dort insgesamt drei Besatzungsmitglieder mit unterschiedlichen Verletzungen vor. Eine gehfähige Person wurde durch die Einheiten der Feuerwehr sofort über Leitern an Land gebracht.

Die nicht gehfähigen Personen mussten schonend und liegend gerettet werden; es galt einen Höhenunterschied von ca. acht Metern zwischen Laderaum und Keilmauer zu überwinden.

Der Einsatzleiter entschied sich, zwei schiefe Ebenen mit je vier Steckleiterteilen einzusetzen. Mit Hilfe eines Schleifkorbes wurden die Personen zunächst vom Laderaum auf die ca. vier Meter höher liegende Abdeckung transportiert. Von dort ging es über die zweite schiefe Ebene an Land, wo der Rettungsdienst sich weiter um die Verletzten kümmern konnte.

 

Nach ca. einer Stunde waren alle verunglückten Mitglieder der Schiffsbesatzung gerettet und der Einsatz somit erfolgreich abgeschlossen. Nach dem Abbau der eingesetzten Mittel am Übungsobjekt haben wir alle Teilnehmer in unser Gerätehaus in Laubenheim eingeladen.

 

Gut 60 Einsatzkräfte kamen zusammen, um an einer kurzen Manöverkritik teilzunehmen. Anschließen versorgte das Feldküchenteam aus Laubenheim die hungrigen Feuerwehrleute und –frauen mit leckeren Spießbratenbrötchen und Würstchen. Bei einem kühlen Getränk saßen wir alle gemütlich zusammen und ließen den Abend ausklingen.

 

Unser Dank gilt zum einen der HeidelbergCement AG, die uns zum wiederholten Male auf ihrem Gelände üben ließ. Weiterhin gilt der Dank auch dem Kapitän und seiner Besatzung des Schiffes, die uns dieses Übungsobjekt zur Verfügung stellten und somit eine erstmalige Übung dieser Art ermöglichten.

 

Zum anderen bedanken wir uns auch bei dem Organisationsteam um unseren stellvertretenen Wehrführer Matthias Linden für den reibungslosen Ablauf der Übung.

Dieser wurde auch durch viele weitere Helfer wie dem Feldküchenteam, den Statisten oder Fotografen ermöglicht.

Einen herzlichsten Dank an alle, die uns bei dieser Übung unterstützt haben!

 

Anbei der Artikel der Allgemeinen Zeitung.

Hier das Video der Allgemeinen Zeitung.